Erlebnis-Workshop - Hirschbrunft

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Liebe Freunde der gepflegten Tierfotografie, liebe Frühaufsteher!

Sofern euch schon die Anrede nicht anspricht, ist jegliches Weiterlesen vermutlich sinnlos. Allen anderen sei es bereits an dieser Stelle verraten: Es geht um Sex!

Jetzt eher nicht die Art Sex an die ihr womöglich gerade denkt, sondern die Anbahnung desselben im Reich der Hirsche! Besser bekannt als Hirschbrunft. Denn die findet in den kommenden drei bis vier Wochen statt und da sind wir auch schon beim eigentlichen Thema.

Ich plane in dieser Zeit zumindest zwei oder drei Mal den Veldensteiner Forst, ein mir gut bekanntes Waldgebiet nordöstlich von Nürnberg, zu besuchen, in dem dieser Vorgang nicht nur zu hören (Brunftschrei), sondern mit etwas Glück auch zu sehen und dann natürlich auch zu fotografieren ist. Es warten also spektakuläre Wildlife-Bilder und ein wirklich ganz besonderes Naturerlebnis. Letzteres ist garantiert. Auch die dazu passende Gänsehaut.

Zudem plane ich, im Rahmen eines kleinen Workshops jeweils zwei bis drei Personen mit auf Tour zu nehmen. Ob und wie viele Sichtungen nebst Fotogelegenheit es geben wird, kann ich nicht voraus sagen und schon gar nicht versprechen. Auf die Tiere habe ich keinen Einfluss. Mir sind allerdings Techniken bekannt, die die Chancen ein gutes Stück erhöhen und die werde ich im Rahmen einer solchen Tour gerne an euch weiter geben. Ebenso natürlich Tipps und Tricks wie ein gutes Bild gelingt, wenn auf einmal ein Tier auftaucht.

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Um das alles erleben zu können sind allerdings ein paar Voraussetzungen notwendig, die ich hier zusammengestellt habe. Alles etwas ausführlicher, damit alle Unklarheiten beseitigt sind.

Körperliche Fitness

Es geht ca. 4-6 Stunden zu Fuß auf die Pirsch. Querfeldein durch den Wald. Oder muss es querwaldein heißen? Egal, ihr wisst, was ich meine. Leicht hügelig ist es dort übrigens auch. Wer also nicht gut zu Fuß ist, für den ist dieser Workshop leider nicht geeignet.

Der Wille, sehr früh loszuziehen

Aktuell geht die Sonne kurz vor 7 Uhr auf, das ist der späteste Zeitpunkt um an Ort und Stelle loszugehen. Von Nürnberg aus fährt man rund 45 Minuten. Der Treffpunkt an der Autobahn-Ausfahrt Plech (A9 Richtung Berlin) ist um 6:30 Uhr. Von dort aus fahren wir dann noch ca. 5 Minuten bis zum Startpunkt. Ende der Show ist am späten Vormittag, weil die Hirsche tagsüber etwas besseres zu tun haben als ihren potenziellen Gespielinnen nachzurennen.

Zeitliche Flexibilität

Der perfekte Tag, bzw. das perfekte Wetter ist trocken (wer hätt's gedacht) und in der Früh so kalt wie nur möglich. Dann sind die Hirsche besonders brünftig. Zu Sonnenaufgang nahe am Gefrierpunkt wäre ideal. Und ja, das kann zu dieser Jahreszeit durchaus der Fall sein. Dementsprechend kann man das Ganze nicht lange vorplanen. Die Entscheidung ob es losgeht oder nicht fällt am Nachmittag des Vortags.

Passendes Equipment

Eine DSLR- oder System-Kamera, die nicht bei ISO 800 aufgibt. Es ist dunkel im Wald und es braucht etwas schnellere Belichtungszeiten, sofern der Hirsch nicht irgendwo rumsteht. Es empfehlen sich zudem Linsen von 300mm Brennweite (umgerechnet auf Vollformat) an aufwärts, die man auch die ganze Zeit herumtragen kann. Wer also eine ältere 600mm Festbrennweite (a.k.a. Eisenschwein) sein Eigen nennt, der braucht ordentliche Muckies in den Armen, sonst wird es eine Qual. Erschwerend kommt nämlich hinzu, dass „aus der Hand“ geschossen werden muss. Kein Hirsch der Welt wartet, bis ein Fotograf sein Stativ aufgebaut hat. Das gilt auch für Einbeinstative.

Festes Schuhwerk

Trekking oder Wanderstiefel, die über den Knöchel gehen. Keine Turnschuhe oder sonstige Fußbekleidung! Man tritt ruckzuck auf eine Wurzel, knickt um und schon ist der Spaß vorbei. OK, da kann man auch selbst drauf kommen. Ich wollt's nur zur Sicherheit erwähnt haben.

Dunkle und - GANZ WICHTIG - leise Bekleidung!

Leise bedeutet in dem Fall, dass die Klamotten möglichst nicht rascheln sollten, wenn man sich bewegt. Eine Regenjacke macht so was zum Beispiel sehr gerne. Nun wird einem auch klar, warum Jäger zuweilen in Loden gewandet anzutreffen sind. Da knistert nix. Allerdings muss man jetzt nicht losziehen und sich waidmännisch neu einkleiden. Das war nur als Beispiel gedacht. Schön wäre es auch, wenn die Kleidung NICHT blau ist. Wildtiere reagieren angeblich auf blaue Farbe und machen sich dann von der Lichtung. Kurz gesagt, schwarz, dunkelbraun, dunkelgrün etc. sind perfekt. Nix Leuchtendes und nix Blaues. Als nützliches Accessoire bietet sich besonders bei hellhaarigen Personen eine dunkle Kopfbedeckung an. Für die Gesichtshaut hab ich Tarnfarbe dabei, die danach auch wieder abgeht. Zumindest meistens.

Der Wille unparfümiert das Haus zu verlassen

Wildtiere haben ein feines Näschen und können Chanel No.5 und irgendwas von Laura Biagiotti schon auf 500 Meter Entfernung unterscheiden. Also bitte vor Verlassen des Hauses Finger weg von den kleinen Fläschchen. Stark duftendes Duschzeug und Haarspray sind ebenfalls kontraproduktiv. Das gilt selbstverständlich auch für die Herren der Schöpfung. Kein Rasierwasser! Oder erst gar nicht rasieren, das spart dann vielleicht auch die Tarnfarbe.

Der Wille, sich in "Gefahr" zu begeben

Das Ganze ist natürlich nicht wirklich gefährlich, allerdings lehne ich jegliche Verantwortung ab, falls ein Teilnehmer doch von einem Hirsch oder Wildschwein über den Haufen gerannt wird. Ich habe eine griffbereite Dose Tierabwehrspray und für den Notfall auch ein Glas Preiselbeeren am Mann. Diesem Beispiel darf jeder gerne folgen. Auch kann es sinnvoll sein, ein Wundpflaster etc. bei sich zu tragen. Wir sind wirklich mitten im Wald und am weitesten Punkt eine gute halbe Stunde Fußmarsch vom Parkplatz entfernt.

Ein bisschen Verpflegung und Getränke sind ebenfalls sinnvoll. Nur bitte keine Kartoffelchips, extrem knusprige Kekse und so weiter. Die Gründe erkläre ich jetzt nicht. Sofern ihr das alles nicht in Jackentaschen transportieren wollt, gilt für einen kleinen Rucksack das selbe wir für die Bekleidung. Dunkle Farben und so geräuschlos wie möglich.

Ihr habt bis hierher gelesen und erfüllt alle oben genannten Punkte? Dann scheint wirklich Interesse zu bestehen, so etwas einmal live zu erleben. Da es aus nun offensichtlichen Gründen keine Massenveranstaltung werden kann, sind pro Tour maximal drei Teilnehmer möglich. Daher möchte ich euch nun um folgendes bitten:

Wer wirklich dabei sein will, schreibt mir bitte eine kurze Mail oder Facebook-Nachricht mit folgenden Infos: Telefonnummer und alle möglichen Termine bis einschließlich 08. Oktober. Egal ob Werktags oder Wochenende. Ihr bekommt dann von mir ca. drei Tage vorher eine Info, wann es soweit sein könnte und ihr gebt mir kurz Bescheid, ob das für euch infrage kommt. Fix gemacht wird der Termin am Vortag bis ca. 16 Uhr. Alle nötigen Details wie Treffpunkt etc. stehen dann in dieser Mail.

Ach ja, was kostet der Spaß?

Die Teilnahmegebühr beträgt 69.-- € pro Person. Zahlbar vor Ort, die Rechnung inkl. Mehrwertsteuer gibt es im Anschluss per E-Mail.

Jugendliche unter 18 Jahren brauchen die schriftliche Einverständniserklärung eines Erziehungsberechtigten.

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