Analogische Betrachtungen

retina 1aEs gibt bekanntlich Fotografen, die dieser Tätigkeit nicht erst seit Erfindung der Digitalkamera nachgehen, sondern sich noch gut an die Zeiten erinnern können, als man für ein Foto neben Kamera und Objektiv auch noch einen Film brauchte und dieser irgendwann entwickelt werden musste. Es war eine echte Geduldsprobe und vor allem sauteuer, soviel sei schon einmal verraten.

Und dabei war das analoge Zeitalter durchaus schon so fortschrittlich, dass man nicht, wie in der Anfangszeit der Knipserei, eine Zinnplatte mit Asphalt beschichten musste, um sie anschliessend mit Lavendelöl zu behandeln, damit man eine kopierfähige Vorlage bekam. Das hab ich mir übrigens nicht aus den Fingern gesaugt, das war im Jahr 1822 wirklich das ganz große Ding! Ich gehe davon aus, dass Fototaschen zu jener Zeit mit einem Ochsengespann zum Shooting transportiert wurden, denn weder Automobil (1886) noch Gabelstapler (Anfang 20. Jahrhundert) waren zu dem Zeitpunkt bereits erfunden. Ein Sport- und Actionfotograf hatte zudem kein leichtes Leben und musste wirklich extrem fix mit den Zinnplatten umgehen, wenn er eine Serie mit zwei oder mehr Bildern machen wollte.

Weiterlesen: Analogische Betrachtungen